Schulzeit


Aus t3n.de und von Michael Lanzensberger

In meiner Gymnasialzeit bis 2008 hatten wir zwar sehr viel Physik, Latein, Biologie und Chemie – also alle Grundlagen, die man fürs Leben oder zumindest für „Wer wird Millionär“ benötigt. Niemand hat uns jedoch erklärt, was der Unterschied zwischen Software und Hardware ist, wieso 1110110 nur wenig mit Programmieren zu tun hat und warum ein Architekt nicht zwangsläufig nur Linien auf Papier zieht. Das Fach IT war ein Witz. Klar, man hat uns in der Schule auch nicht beigebracht, wie man einen Verbrennungsmotor baut, aber es wurde zumindest erklärt, dass eine Verbrennung viel Sauerstoff benötigt. Wir haben Magnesium in Salzsäure gelegt, aber nie einen einfachen Countdown in Java oder Pascal programmiert. Jetzt sind wir technisch fast soweit, dass die KI ihren Code selbst schreibt und wir bringen unseren Kindern immer noch bei, wie die Tastatur bedient wird. Den Umgang mit SVerweis, Powerpoint, Prezi und wieso Strg+F nicht das Allzweckmittel ist – das lernt man dann doch eher im Selbststudium. Nichtsdestotrotz gehören grundlegende Programmierkenntnisse in die Ausbildung eines jeden Haupt-, Mittel- und Realschülers sowie Abiturienten.